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`!Jean Reichsgraf de Merode`! (* um 1589; † `F33f`_`[8. Juli`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=8._Juli]`_`f `F33f`_`[1633`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=1633]`_`f in `F33f`_`[Hessisch Oldendorf`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hessisch_Oldendorf]`_`f), auch `*Johann Reichsgraf von Merode`*, entstammte dem `F33f`_`[Haus Merode`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Haus_Merode]`_`f und war ein `F33f`_`[kaiserlicher`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kaiserliche_Armee_(HRR)]`_`f `F33f`_`[General`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=General]`_`f.
>>Contents
• `F0af`_`[Leben`#leben]`_`f
• `F0af`_`[Merode-Brüder`#merode-br-der]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
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>>Leben
Jean de Merode begann seine militärische Laufbahn in spanischen Diensten, ließ sich jedoch abwerben und kämpfte dann bei den Truppen Kaiser `F33f`_`[Rudolfs II.`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rudolf_II._(HRR)]`_`f für das `F33f`_`[Heilige Römische Reich`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Heiliges_Römisches_Reich]`_`f.
1619 wurde er zur Unterstützung `F33f`_`[Bucquoys`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Charles_Bonaventure_de_Longueval]`_`f nach `F33f`_`[Böhmen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Böhmen]`_`f entsandt, wo er 1620 an der `F33f`_`[Schlacht am Weißen Berg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schlacht_am_Weißen_Berg]`_`f teilnahm. 1622 erhob ihn Kaiser `F33f`_`[Ferdinand II.`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ferdinand_II._(HRR)]`_`f zum `F33f`_`[Reichsgrafen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Graf]`_`f. Im darauf folgenden Jahr avancierte Jean de Merode zum `F33f`_`[Oberst`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oberst]`_`f und befehligte unter `F33f`_`[Wallenstein`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wallenstein]`_`f wiederholt selbständige Unternehmungen, besonders in der `F33f`_`[Schweiz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schweiz]`_`f und in `F33f`_`[Italien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Italien]`_`f, mit großem Geschick.
1627 eroberte er `F33f`_`[Fehmarn`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fehmarn]`_`f und 1629 sicherte er den Alpenübergang für die in den `F33f`_`[Mantuanischen Erbfolgekrieg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mantuanischer_Erbfolgekrieg]`_`f eingreifenden kaiserlichen Truppen. 1631 zum Generalwachtmeister befördert, kämpfte de Merode seitdem in Westfalen und Niedersachsen und eroberte 1632 `F33f`_`[Wolfenbüttel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wolfenbüttel]`_`f und `F33f`_`[Hildesheim`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hildesheim]`_`f. Letztere Erfolge brachten ihm die Beförderung zum `F33f`_`[Feldzeugmeister`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Feldzeugmeister]`_`f ein. Nach der `F33f`_`[Schlacht von Lützen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schlacht_von_Lützen]`_`f (16. November 1632) sicherte er `F33f`_`[Wallensteins`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wallenstein]`_`f Abzug.
Jean de Merode fiel am 8. Juli 1633 in der `F33f`_`[Schlacht bei Hessisch Oldendorf`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schlacht_bei_Hessisch-Oldendorf]`_`f.
>>Merode-Brüder
Als „Merode-Brüder“ wurden im `F33f`_`[Dreißigjährigen Krieg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dreißigjähriger_Krieg]`_`f solche `F33f`_`[Kriegsversehrte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kriegsversehrte]`_`f bezeichnet, die den offiziellen Truppen – oft zusammen mit ihren Familien – nachfolgten und in ihrer Nähe kampierten. Dazu gehörten auch Reiter, die ihre Pferde verloren hatten. Sie lebten vom Plündern und Betteln und fielen als `F33f`_`[Marodeure`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Marodeur]`_`f sowohl den Bauern als auch den Truppen zur Last.
Der Schriftsteller `F33f`_`[Grimmelshausen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hans_Jakob_Christoffel_von_Grimmelshausen]`_`f erzählt im dreizehnten Kapitel des vierten Buches seines Romans `*`F33f`_`[Der abenteuerliche Simplicissimus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Der_abenteuerliche_Simplicissimus]`_`f`* von ihnen und bezieht ihren Namen auf einen nicht näher bezeichneten `*„dapffern Cavallier“`*, der einst ein neugeworbenes Regiment aus besonders schwachen Soldaten zur Armee gebracht habe: „Wo man einen oder mehr Krancke und Lahme auff dem Marck, in Häusern und hinder den Zäunen und Hecken antraff, und fragte, Was Regiments? so war gemeiniglich die Antwort, `*von Merode!`*“ Während Grimmelshausen sich dabei offensichtlich auf den kaiserlichen Obristen Johann II. von Mérode bezieht, wird der Ausdruck „Merode-Brüder“ in der germanistischen Forschung meist auf Truppen des braunschweigisch-lüneburgischen, dann schwedischen Obristen Werner von Merode bezogen, die 1635 an der Elbe meuterten und auseinanderliefen.`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f]
>>Literatur
• Johann Wilhelm Mirbach-Harff: `*Histoire de la maison de Merode`*. Tradition & Vie, Brüssel 1955.
• `F33f`_`[Friedemann Bedürftig`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Friedemann_Bedürftig]`_`f: `*Taschenlexikon Dreißigjähriger Krieg.`* Piper Verlag GmbH, München, Originalausgabe Oktober 1998.
• `F33f`_`[Hermann Hallwich`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hermann_Hallwich]`_`f: `*Merode, Johann II. Graf von.`* In: `*`F33f`_`[Allgemeine Deutsche Biographie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Allgemeine_Deutsche_Biographie]`_`f`* (ADB). Band 21, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 448–451.
>>Einzelnachweise
`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f „Merode-Brüder“ in: Der Dreißigjährige Krieg in Selbstzeugnissen, Chroniken und Berichten (von Bernd Warlich).
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